Familienrecht

Wir betreuen Ihr Mandat ganzheitlich in allen Bereichen des Familienrechts. Dazu gehört die rechtliche Begleitung von der Trennung bis zur Scheidung und darüber hinaus. Wir unterstützen beim Abschluss von notariellen Scheidungsfolgevereinbarungen ebenso wie bei der Berechnung und Abwehr von Unterhaltsansprüchen. Dabei verlieren wir nie Ihre persönliche Situation aus den Augen und verstehen das Mandat als gemeinsamen Weg zur Bewältigung einer Trennungssituation.

Schwerpunkte im Familienrecht

Wir ermitteln das unterhaltsrechtlich relevante Einkommen und den Kindesunterhalt in Anwendung der jeweils gültigen Düsseldorfer Tabelle. Zudem prüfen wir Mangelfallberechnungen und kümmern uns um Verteilungsgerechtigkeit bei der Deckung von Mehr- und Sonderbedarfen.

Trennungsunterhalt wird vom Monat der Trennung bis zum Monat der rechtskräftigen Scheidung gewährt. Er beruht auf der noch bestehenden Ehe und bemisst sich nach den ehelichen Lebensverhältnissen. Die genaue Höhe kann von uns berechnet werden. Da dazu genaue Einkünfte bekannt sein müssen, setzen wir auch Auskunftsansprüche durch und sind umgekehrt bei der Ermittlung der tatsächlichen Leistungsfähigkeit behilflich.

Wer sich scheiden lassen möchte, muss mindestens ein Jahr getrennt leben. Die Ehe wird nur geschieden, wenn sie gescheitert ist. Unter Scheitern der Ehe versteht das Gesetz, dass die Lebensgemeinschaft der Ehegatten nicht mehr besteht und nicht erwartet werden kann, dass sie durch die Ehegatten wiederhergestellt wird. Ein Verschuldensprinzip gibt es dagegen nicht mehr. Wir stellen zum richtigen Zeitpunkt den Scheidungsantrag und begleiten das Scheidungsverfahren mit allen Facetten und Folgesachen.

Zusammen mit der Scheidung wird der Versorgungsausgleich, also der Ausgleich der Rentenanwartschaften, geregelt. Dies erledigt das Gericht von Amts wegen. Der Versorgungsausgleich betrifft alle Altersversorgungen, also nicht nur die staatliche Rente, sondern auch betriebliche Renten und private Vorsorge. So wird ein gerechter Ausgleich bezüglich der während der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften herbeigeführt. Ein Verzicht ist in bestimmten Fällen durch Anwaltsvereinbarung vor Gericht oder durch Notarvertrag möglich. Wir ermitteln, ob eine Modifikation des Versorgungsausgleichs im Einzelfall sinnvoll ist oder ob Ausnahmen geltend gemacht werden können.

Ein Zugewinnausgleich wird dann durchgeführt, wenn die Ehegatten im Güterstand der „Zugewinngemeinschaft“ gelebt haben. Das heißt: Hat ein Ehegatte während der Ehezeit mehr Vermögen erwirtschaftet als der andere, muss die Hälfte des Differenzbetrages auf den anderen Ehegatten übertragen werden. So kann dieser vom Mehr- und Zugewinn mit gleichem Anteil profitieren.

Jeder Ehegatte ist daher verpflichtet, auf Verlangen Auskunft über den Stand seines Vermögens zum Stichtag "Eheschließung" und zum Stichtag "Zustellung des Scheidungsantrags" zu erteilen und zu belegen. Man kann auch verlangen, dass Auskunft über das Vermögen am Tag der Trennung - das „Trennungsvermögen“ - gegeben wird. Wir unterstützen Sie bei der Durchsetzung von Auskunfts- und Zahlungsansprüchen und beraten schon vor der Eheschließung zu Modifikationen des Güterstandes.

Nach Scheidung der Ehe gilt das Eigenverantwortungsprinzip. Jeder Ehegatte ist dann grundsätzlich selbst für seinen Unterhalt verantwortlich - es sei denn, er kann aus bestimmten gesetzlich genau geregelten Gründen nicht für sich selbst sorgen. Wenn eine Kinderbetreuung für gemeinsame Kinder geleistet wird, eine sehr lange Ehedauer gegeben ist oder wegen Krankheit, Alter oder Erwerbslosigkeit der Lebensunterhalt gefährdet ist, ist weiterhin Unterhalt zu zahlen. Dessen Durchsetzung begleiten wir und unterstützen umgekehrt bei der Abwehr von unberechtigten Forderungen.

Wir begleiten unsere Mandanten außergerichtlich sowie auch in gerichtlichen Verfahren bei allen Fragen des Sorgerechts und bei der Gestaltung eines kindeswohldienlichen Umgangs.