TzBfG - Arbeitszeitverringerung

In einem Betrieb, in dem in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt werden, kann ein Arbeitnehmer, dessen Arbeitsverhältnis länger als 6 Monate bestanden hat, vom Arbeitgeber verlangen, dass seine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit verringert wird (§ 8 Abs. 1 TzBfG). Der Arbeitgeber hat der Verringerung der Arbeitszeit zuzustimmen, soweit betriebliche Gründe nicht entgegenstehen (§ 8 Abs. 4 Satz 1 TzBfG). Diese hat er darzulegen und gegebenenfalls nachzuweisen.

Das BAG stellt im Ergebnis fest, dass der gesetzliche Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit auch Arbeitnehmern zusteht, die bereits in Teilzeit arbeiten. Diesem Anspruch können in einem Leiharbeitsverhältnis auch nicht Arbeitszeitbestimmungen des Überlassungsvertrages entgegengehalten werden. Entscheidend ist vielmehr, ob dem Teilzeitverlangen bei allen vertraglich möglichen Einsätzen betriebliche Gründe entgegenstehen.


aus einer Pressemitteilung des BAG zum Urteil vom 13.11.2012 - 9 AZR 259/11


Für weitergehende Informationen stehen Ihnen die Rechtsanwälte Wagner + Gräf, WÜ, gerne zur Verfügung.

RA Dieter Gräf
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht, Würzburg

25.01.2013