Personenbedingte Kündigung - Alkohol

Die Kündigung eines alkoholabhängigen Arbeitnehmers muss zu ihrer Wirksamkeit den Anforderungen entsprechen, die an sonstige personenbedingte Kündigungen wegen Krankheit zu stellen sind. Dies gilt auch, soweit der Arbeitgeber die Kündigung wegen erneuter Alkoholisierung des Mitarbeiters während der Dienstzeit ausspricht und die Kündigung insoweit auf ein Fehlverhalten stützen möchte. Bei Alkoholabhängigkeit ist zudem regelmäßig nur eine ordentliche Kündigung, nicht hingegen eine außerordentliche Kündigung möglich, es sei denn, die ordentliche Kündigung ist arbeitsvertraglich oder tarifvertraglich ausgeschlossen.


BAG, Urteil vom 20.12.2012 - 2 AZR 32/11


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RA Dieter Gräf
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht, Würzburg

11.10.2013