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Haftung des Arbeitnehmers

Den Arbeitnehmer kann auch gegenüber dem Arbeitgeber eine Haftung treffen. In Betracht kommen schuldhafte Verletzungen vorvertraglicher Pflichten, arbeitsvertraglicher Haupt- oder Nebenpflichten oder unerlaubte Handlungen.

In diesen Fällen richten sich Ansprüche des Arbeitgebers unmittelbar gegen den Arbeitnehmer. Die Haftung des Arbeitnehmers ist jedoch nach ständiger Rechtsprechung eingeschränkt, wobei Voraussetzung ist, dass der Schaden bei einer betrieblich veranlassten Tätigkeit entstanden und der Grad des Verschuldens des Arbeitnehmers zu berücksichtigen ist. Der Arbeitnehmer haftet bei vorsätzlich und grob fahrlässig herbeigeführten Schäden grundsätzlich voll. Bei mittlerer Fahrlässigkeit hat der Arbeitnehmer den Schaden anteilig zu tragen. Bei leichtester Fahrlässigkeit haftet der Arbeitnehmer hingegen nicht. Von Bedeutung ist, dass diese abgestufte Haftung nur im Verhältnis zum Arbeitgeber gilt. Schädigt der Arbeitnehmer in Ausübung seiner Tätigkeit einen Dritten, haftet er diesem zusammen mit dem Arbeitgeber als Gesamtschuldner. Auf die abgestufte Haftung kann sich der Arbeitnehmer nur im Innenausgleich zum Arbeitgeber berufen, gegenüber dem Dritten haftet er voll.

Ein Mitverschulden des Arbeitgebers kann dazu führen, dass die Schadensersatzpflicht des Arbeitnehmers gemindert wird.

Moritz Schulte - Fachanwalt für Arbeitsrecht

Moritz Schulte

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

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