Jetzt anrufen unter

0931 32 10 10

Verdachtskündigung

Von einer Verdachtskündigung spricht man, wenn und soweit der Arbeitgeber seine Kündigung damit begründet, dass gerade der Verdacht eines strafbaren bzw. vertragswidrigen Verhaltens das für die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses erforderliche Vertrauen zerstört hat.

Vor Ausspruch einer Verdachtskündigung muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben haben. Unterlässt der Arbeitgeber dies, ist eine auf einen Verdacht gestützte Kündigung unwirksam. Keine Verletzung der Anhörungspflicht liegt vor, wenn der Arbeitnehmer erklärt, er werde sich zum Vorwurf nicht äußern.

Soll aufgrund des Verdachts eine außerordentliche Kündigung erklärt werden, gilt auch hier die 2-Wochenfrist des § 626 Abs. 2 BGB. Sofern es um ein strafbares Verhalten geht, darf der Arbeitgeber den Ford-und Ausgang des Ermittlung-und Strafverfahrens abwarten unabhängig davon in seinem Verlauf zu einem nicht willkürlich gewählten Zeitpunkt kündigen. Für die Wahl des Zeitpunktes bedarf es eines sachlichen Grundes. Kannte der Arbeitgeber zwar Vorverurteilung des Arbeitnehmers Verdachtsmomente, reichten diese aber nicht aus, um jeden vernünftigen Zweifel an der Tatbegehung selbst auszuschließen, darf der Arbeitgeber den Ausgang des Strafverfahrens abwarten. Hält der Arbeitgeber einen bestimmten Kenntnisstand für ausreichend, muss er innerhalb der 2 Wochen kündigen, nachdem er diesen Kenntnisstand erlangt hat.

Ansprechpartner
Dieter Gräf - Fachanwalt für Arbeitsrecht

Fachanwalt für
Arbeitsrecht

Dieter Gräf - Fachanwalt für Arbeitsrecht

Fachanwalt für
Arbeitsrecht

Moritz Schulte - Fachanwalt für Arbeitsrecht

Fachanwalt für
Arbeitsrecht

Moritz Schulte - Fachanwalt für Arbeitsrecht

Fachanwalt für
Arbeitsrecht

Fachanwalt für
Arbeitsrecht

Fachanwalt für
Arbeitsrecht

Kontakt

0931 321010
Theaterstraße 1
97070 Würzburg

    Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung?