Kündigungsschutzklage

Der Arbeitnehmer, der dem Bestandsschutz des Kündigungsschutzes unterliegt, kann eine ihm erklärte ordentliche, außerordentliche Kündigung oder Änderungskündigung mittels Kündigungsschutzklage angreifen. Das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) gilt grundsätzlich für alle Arbeitnehmer (Vollzeit-, Teilzeit-, Nebentätigkeit), deren Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder Unternehmen ohne Unterbrechung länger als 6 Monate bestanden hat, soweit dort mehr als 10 Arbeitnehmer in Vollzeit beschäftigt sind. Mit der Kündigungsschutzklage soll die soziale Rechtfertigung einer Arbeitgeberkündigung überprüft werden. Sozialwidrig und somit unwirksam ist eine Kündigung, wenn sie nicht durch Gründe in der Person des Arbeitnehmers, durch Gründe in seinem Verhalten oder durch dringende betriebliche Erfordernisse bedingt ist, die einer Weiterbeschäftigung im Betrieb entgegenstehen. Die Kündigungsschutzklage muss innerhalb einer Frist von 3 Wochen seit Zugang der Kündigung beim Arbeitsgericht erhoben werden. Wird diese Frist versäumt, ist - abgesehen von wenigen Ausnahmefällen - eine ausgesprochene Kündigung regelmäßig wirksam.

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