Teilzeitbeschäftigung

Teilzeitbeschäftigte sind Arbeitnehmer, deren regelmäßige Wochenarbeitszeit kürzer ist als die regelmäßige Wochenarbeitszeit vergleichbarer vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer des Betriebs. Ein Arbeitnehmer der eine geringfügige Beschäftigung ausübt, ist ebenso Teilzeitbeschäftigter.

Für Teilzeitbeschäftigungen gilt der Gleichbehandlungsgrundsatz, es sei denn, dass sachliche Gründe eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigen. Zudem haben Teilzeitbeschäftigte Anspruch auf dieselben Leistungen wie Vollzeitbeschäftigte. Im Geltungsbereich des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG) kann ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber verlangen, dass seine vertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit verringert wird. Grundvoraussetzung ist, dass das Arbeitsverhältnis länger als 6 Monate bestanden hat und der Arbeitgeber - mit Ausnahme der zur Berufsausbildung beschäftigten Personen - in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt. Der Arbeitgeber kann die Verkürzung ablehnen, wenn betriebliche Gründe entgegenstehen und er diese innerhalb von 4 Wochen schriftlich geltend macht. Der Wunsch nach Verlängerung der Arbeitszeit muss vom Arbeitgeber bei der Besetzung eines entsprechenden freien Arbeitsplatzes berücksichtigt werden, es sei denn, dass dringende betriebliche Gründe oder Arbeitszeitwünsche anderer teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten vorrangig sind, entgegenstehen.

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